Über uns
Eine lokale Kleinproduktion, die die nordische Schuhkultur wertschätzt.
1927
Die lange Geschichte unseres Familienunternehmens begann mit unserem Urgroßvater Peeter, der im Jahr 1927 in Vastseliina als Schuhmacher tätig wurde. Seine erste Werkstatt befand sich in seinem Zuhause, wo mit akribischer Genauigkeit neben einer Singer-Maschine alles Notwendige – von Schnittmustern bis zu Leisten – angeordnet war. Seine Handwerkskunst wurde sehr geschätzt. Alle Schuhe, die gewöhnlich nur zur Reparatur gebracht wurden, wurden zunächst gründlich gereinigt, anschließend wurden alle möglichen Mängel behoben, und der Träger erhielt sein Schuhwerk wie neu zurück. Natürlich konnten alle Kunden auch maßgefertigte Schuhe bestellen, die exakt an ihre Füße angepasst waren.
1993-1996
Zwei Generationen sind vergangen, es ist das Jahr 1993 und alles wirkt vielversprechend. Das Unternehmen Ritico OÜ wird gegründet und Peeters Enkel Rait beginnt, neue und moderne Schuhe nach Estland zu bringen. Doch das reicht nicht aus – 1996 startet Rait mit ein paar Näherinnen und Nähmaschinen die Produktion von Gymnastikschuhen in den Räumen einer alten Druckerei in Võru. Eigene Werte zu schaffen erschien als der richtige Weg. Die Traditionen leben weiter. Anfangs bestand die Nachfrage vor allem in Finnland, doch auch estnische Kunden zeigten nach und nach Interesse, obwohl die Schuhe zunächst als eher teuer wahrgenommen wurden. Dennoch wurde die Entscheidung getroffen und 1996 fanden die Gymnastikschuhe unter der Marke HipHop ihren Weg in die Regale estnischer Geschäfte.
1997-1998
Beharrlichkeit führt zum Ziel. Es zeigte sich schnell, dass die Produkte gut angenommen wurden – die Zahl zufriedener Kunden wuchs täglich und es wurde ständig nach neuen Produkten gefragt. Daher musste das Team erweitert werden und wir zogen in ein größeres Gebäude um. 1998 wurde eine alte Radiostation in Kirumpää renoviert und bis zum Jahr 2000 beschäftigte das Unternehmen bereits 25 Mitarbeiter. Zu den Gymnastikschuhen kamen bald warme Hausschuhe und Einlegesohlen hinzu. 1998 wurde aus England eine spezielle Sohlen-Nähmaschine für die Herstellung von Sandalen angeschafft. Obwohl sich gleichzeitig die Möglichkeit bot, für größere und bekanntere Marken zu produzieren, entschieden wir uns bewusst für unseren eigenen Weg. Die hergestellten Hausschuhe, Sandalen und Einlegesohlen erhielten 1998 den Markennamen OmaKing.
1999-2006
Die Jahre 1999–2006 waren dynamisch und turbulent – wir wuchsen schnell und vervielfachten unsere Produktionsmengen. Unsere Produkte fanden ihren Weg auch außerhalb Estlands: OmaKing- und HipHop-Schuhe wurden in Finnland, Lettland, Litauen und sogar in weiter entfernten Ländern wie Griechenland verkauft. Pro Jahr produzierten wir durchschnittlich 130.000 Paar Gymnastikschuhe, 30.000 Paar Hausschuhe für Damen und Herren, 10.000 Paar Sandalen und 300.000 Paar Einlegesohlen. Unser Wille, mit der Zeit zu gehen und nicht stehen zu bleiben, zeigte sich auch darin, dass bereits 1999 unsere erste Website online ging – bis zum ersten Online-Kauf dauerte es allerdings noch einige Jahre.
2007-2013
In unserer Umgebung fanden viele Veränderungen statt – Kunden kauften zunehmend online ein, die Herkunft und Herstellungsweise von Produkten wurde wichtiger, das Umweltbewusstsein der Verbraucher wuchs und die Qualität rückte noch stärker in den Fokus. Glücklicherweise waren diese Themen für uns schon immer zentral, sodass wir unseren eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und noch intensiver auf unsere Kunden hören konnten. Ebenso wichtig war es, trotz starken Wachstums an unserem Prinzip festzuhalten, die Produktion in Estland zu belassen und so zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft und Gemeinschaft beizutragen. Dies erforderte kontinuierliche Anpassungen, um als Unternehmen nachhaltig zu bleiben. Wir entwickelten unseren Online-Shop weiter, konzentrierten uns stärker auf Kundenwünsche und Design – und hielten natürlich weiterhin höchste Qualitätsstandards ein. Unsere Marken OmaKing und HipHop hatten sich inzwischen etabliert, einige Produkte wurden sogar zu Klassikern, was uns dank treuer Kunden auch durch schwierigere Zeiten half.
2014-2020
Neue Impulse kommen hinzu. Mit Liis, der Urenkelin von Peeter, tritt die nächste Generation in die Unternehmensführung ein. Viele Ideen, große Motivation. Einerseits gilt es, die traditionellen Werte des Unternehmens zu bewahren – Qualität, Komfort und Umweltfreundlichkeit – andererseits diesen Werten neues Leben einzuhauchen und sie zeitgemäß weiterzuentwickeln. Um die Fähigkeiten unserer Handwerksmeister noch stärker hervorzuheben, suchten wir nach neuen Wegen, unsere Schuhmacherkunst zu präsentieren. So entstand die neue Marke TOKU, die diesen Traditionen eine moderne Form verleiht.


























